Interreligiöser Dialog in St. Pölten

Am 28. November fand auf Einladung Pfarrers Catalin Soare in den Räumlichkeiten der Rumänisch-Orthodoxen Kirche in Harland der Interreligiöse Dialog statt.

Josef Vorlaufer © Josef Vorlaufer
St. Pölten als multikulturelle und multireligiöse Stadt bietet ideale Voraussetzungen für den Dialog der Religionen. Respekt, das gemeinsame Lernen mit- und voneinander, den Blick für das Verbindende - dies und vieles mehr ist im interreligiösen Dialog möglich. l.n.r. Wolfgang Scholle (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage), Mag.a Martina Eigelsreiter (Büro für Diversität), Mag. Wolfgang Grabensteiner (Evangelisch-Methodistische Kirche), Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, Dipl. Theol. Univ. Dalibor Petric (Serbisch-Orthodoxe Kirche), Gastgeber Catalin Soare, MA (Rumänisch-Orthodoxe Kirche), Mag. Johann Bruckner (Katholische Kirche), Ing. Alfred Ganzberger (Bahá’i Religionsgemeinschaft), Dr. Khashayar Forghani-Arani (Bahá’i Religionsgemeinschaft) Nicht am Foto: Mag. David Zezula (Evangelische Kirche)

In St. Pölten gibt es viele verschiedene religiöse Gemeinschaften und Konfessionen. Der Interreligiöse Dialog wurde im Mai 2015 vom Büro für Diversität initiiert und ist ein gleichberechtigter, respektvoller Ideen- und Gedankenaustausch zwischen den verschiedenen staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften. Ein Anliegen der Mitglieder der Interreligiösen Dialogplattform ist es, Projekte und Maßnahmen zu initiieren, um die religiöse Vielfalt in St. Pölten sichtbar zu machen.

Die Vertreterinnen und Vertreter der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften sowie der staatlich eingetragenen religiösen Bekenntnisgemeinschaften in St. Pölten haben im Vorjahr ein gemeinsames Bekenntnis erarbeitet:

„Wir teilen die Überzeugung, dass vor jeder Zuordnung zu einer Religion jeder Mensch ein Mensch ist, mit besonderem Wert und besonderer Würde, unabhängig von Nationalität, Alter, Geschlecht und Religion. Als Mitglieder der Interreligiösen Dialogplattform der Landeshauptstadt St. Pölten bekennen wir uns zur Gewaltfreiheit. Nicht in unserem Namen und nicht im Namen unserer Religion können und dürfen religiöse Argumente zur Rechtfertigung von Gewalt missbraucht werden. Wenn Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Religionen zusammenkommen, so treffen auch unterschiedliche Welt- und Lebensdeutungen aufeinander. Wir bemühen uns, Gemeinsamkeiten und Verbindendes zu sehen und Trennendes nicht zu verbergen, sondern in aller Offenheit anzusprechen und auszuhalten. Wir bekennen uns zu einem ehrlichen Dialog in Respekt voreinander. Dazu bekennen wir uns.“

Die Mitglieder des Interreligiösen Dialogs sind Vertreterinnen und Vertreter der Alt-Alevitische Glaubensgemeinschaft, Alt-Katholische Kirche, Bahá’i Religionsgemeinschaft, Evangelische Kirche, Evangelisch-Methodistische Kirche, Freie Christengemeinde – Pfingstgemeinde, Islamische Glaubensgemeinschaft, Alevitische Glaubensgemeinschaft, Islamische-Schiitische Glaubensgemeinschaft, Jehovas Zeugen, Katholische Kirche, Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), Neuapostolische Kirche, Serbisch-orthodoxe Kirche.




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