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Klimabündnis-Partner am Rio Negro erhalten Unterstützung

Im Rahmen der Klimabündnis-Partnerschaft unterstützt die Stadt St. Pölten die Region Rio Negro im brasilianischen Amazonasgebiet im Jahr 2020 mit 4.150 Euro.
Menschen mit Booten im Rio Negro.(Foto: Klimabündnis Österreich)
Der noch intakte Amazonas-Regenwald am Rio Negro gehört zu den größten zusammenhängenden noch vorhandenen Regenwaldgebieten der Erde.(Foto: Klimabündnis Österreich)

Die Landeshauptstadt St. Pölten ist mit Gemeinderatsbeschluss vom 27. Mai 1991 dem „Klimabündnis Europäischer Städte mit den Völkern des Regenwaldes" beigetreten und unterstützt seither gemeinsam mit anderen österreichischen Klimabündnisgemeinden die Projektpartnerschaft mit Indigenen Völkern am Rio Negro im brasilianischen Amazonasgebiet zur Erhaltung der Regenwälder. Die Indigenen Völker sind derzeit ebenfalls von der Corona Pandemie betroffen und das Virus breitet sich unter den indigenen Gemeinschaften weiter aus. Insgesamt sind die wirtschaftlichen Folgen katastrophal und die Rodungen nehmen täglich zu. Im Oktober hat der Stadtsenat die Projektförderung 2020 für den Klimabündnis-Partner der Stadt St. Pölten am Rio Negro in der Höhe von 4.150 Euro beschlossen.

Stärkung indigener Völker

Vor 27 Jahren hatten die Indigenen Völker keine Landrechte. Durch die langjährige Unterstützung aus Österreich im Rahmen des Klimabündnisses konnte die Partnerorganisation FOIRN als Dachverband und Interessensvertretung der Indigenen Völker gestärkt werden und die Anerkennung von 122.000 km² Regenwald als Indigenes Territorium durch die Brasilianische Regierung erreichen. Über 35.000 Menschen leben in diesem intakten Regenwaldgebiet, welches über eine hohe Biodiversität verfügt. Seit 1993 fördert St. Pölten als Klimabündnis Gemeinde die Projektpartner am Rio Negro und leistet damit einen aktiven Beitrag zum Schutz des Regenwaldes.

Regenwaldzerstörung nimmt stark zu

Die Rodungen und Brände in der Südhälfte des Amazonas nahmen im heurigen Jahr im Vergleich zu den vergangenen Jahren stark zu. Laut Satellitenauswertungen waren es vor allem großflächige Brände von exportorientierten Agrarunternehmen. Betroffen sind auch die im Süden und Osten angrenzenden Gebiete des Pantanal und des Cerrado. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Klimabündnisgemeinden ist es bisher gelungen, das Regenwaldgebiet am Rio Negro zu erhalten, ein Gebiet, das größer ist als Österreich und Slowenien zusammen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Weltklimas.

Infos:
Mehr zur Klimabündnis-Partnerschaft unter: www.st-poelten.at/klimabuendnis
Infos zum Spendenkonto: www.klimabuendnis.at/rionegro