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Wenn der Schnee kommt …

… steht das Winterdienstteam vom städtischen Wirtschaftshof schon bereit.

Räumfahrzeuge im Winterdienst-Einsatz. (Foto: Josef Vorlaufer)
Der Winterdienst des Wirtschaftshofes ist für den Ernstfall gerüstet. (Foto: Josef Vorlaufer)

Genau genommen läuft die Vorbereitung für den Winterdienst das ganze Jahr über. Denn mit Winterende werden die ersten Wartungs- und Servicearbeiten an den Gerätschaften durchgeführt und es werden notwendige Ersatzanschaffungen für den Fuhrpark geplant. Dieser Fuhrpark besteht aus 12 LKWs und 15 Kleintraktoren, zusätzlich gibt es Verträge mit 20 Frächtern und Landwirten, die beim Winterdienst im Einsatz sind.

Material, Mannschaft und Geräte stehen bereit

„Unser Winterdienstteam ist für den bevorstehenden Winter gut gerüstet“, bekräftigt Ing. Erwin Sulzer, MSc, der als Leiter des Wirtschaftshofes und Straßendienstes für die Organisation und Abwicklung zuständig ist: „130 Mann sind für den Wintersdienst-Einsatz bestens geschult und wenn notwendig in Bereitschaft. Natürlich müssen auch wir in unserer Planung Corona berücksichtigen und haben daher die Mannschaft in zwei Gruppen aufgeteilt.“
Auch das Material steht bereit. Am Wirtschaftshof sind rund 600 Tonnen Salz eingelagert, Der Rest wird laufend nach Bedarf und zum Teil automatisiert über eine elektronische Wiegeeinrichtung beim neuen Silo nachbestellt. Dadurch können Lieferengpässe vermieden werden. Weiters sind rund 1.200 Tonnen Riesel eingelagert.
Insgesamt gilt es, ein Straßennetz von rund 380 km, ein Radwegnetz, bzw. kombinierte Geh- und Radwege mit einer Länge von 196 km sowie die gesamte Fußgängerzone in der Innenstadt zu betreuen. Dieses Streckennetz wird laufend ergänzt, wenn etwa neue Siedlungsgebiete hinzukommen.

Weiße Straßen

Dass sich bei niedrigen Temperaturen die Straßen vielerorts weiß färben, liegt nicht an der Salzmenge wie viele vermuten. Um die Salzmenge beim Streuen gering zu halten, wird das Salz meist nicht mehr lose aufgebracht, sondern als Sole-Lösung (Feuchtsalz vermischt mit Wasser). Es haftet somit besser auf der Asphaltoberfläche und es gibt weniger Salzverwehungen als beim Streuen. Nach Niederschlag und bei erheblichen Minustemperaturen trocknet die Fahrbahn auf und eine gewisse Restsalzmenge bleibt auf den Straßen erhalten. Dieses Salz bildet größere Kristalle, als wir das vom trockenen Streusalz gewohnt sind. Bei Minusgraden entsteht dann die weiße Oberfläche. Kommt es dann wieder zu Schneefall, wird dieser durch die Restsalzmenge sofort wieder in Wasser umgewandelt und es bedarf keiner neuerlichen Streuung. Bei länger anhaltendem Niederschlag muss jedoch der Winterdienst zur Sicherheit der BürgerInnen und VerkehrsteilnehmerInnen nach Bedarf wieder ausrücken.

Bevor es los geht

Mit November erfolgen mit der Aufstellung der Schneestangen und der Schneefangzäune die letzten Vorbereitungsarbeiten. Dann gilt es, die Wetterdaten zu verfolgen. Wenn die Temperatur unter vier Grad Celsius fällt, werden täglich vom Streckendienst Kontrollfahrten durchgeführt. Der Diensthabende entscheidet, ob der Winterdienst zum Einsatz kommt. Im letzten Winter waren insgesamt 27 Volleinsatztage mit der gesamten Mannschaft zu verzeichnen.

Schneeräumung erfolgt nach Plan

Der Winterdienstplan für St. Pölten ist nach den Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen erstellt worden. „Unser Ziel ist es, mit dem schlagkräftigen Winterdienstteam vom Wirtschaftshof eine höchstmögliche Sicherheit auf den Straßen und sonstigen Verkehrsflächen sicher zu stellen und die Behinderung des Fahrzeugverkehrs gering zu halten. Da wir nicht überall gleichzeitig sein können, wird die Schneeräumung entsprechend den geltenden Richtlinien nach Prioritäten abgearbeitet“ erklärt Sulzer.

Mithilfe der Bevölkerung

Haus- und Liegenschaftsbesitzer sind laut §93 StVO verpflichtet, den Gehsteig entlang ihrer Liegenschaft von 6 bis 22 Uhr von Schnee zu säubern und zu bestreuen! Ist kein Gehsteig vorhanden, so ist der Straßenrand in der Breite von 1 m zu säubern und zu bestreuen.
Probleme gibt es im Winterdienst bei engen Straßen immer wieder mit parkenden Fahrzeugen. Daher der Appell: Bitte unbedingt darauf achten, dass die erforderliche Durchfahrtsbreite für den Schneepflug gegeben ist!

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Die Bevölkerung wird aus diesem Anlass aufgerufen, vorab anzurufen und einen Termin bei der zuständigen Abteilung oder unter 02742/333-0 zu vereinbaren. Es wird empfohlen, das Angebot der Online-Formulare zu nutzen oder schriftlich mit den Fachabteilungen Kontakt aufzunehmen bzw. eine E-Mail mit dem Anliegen an rathaus@st-poelten.gv.at zu senden.

Das täglich aktualisierte Corona-Update der Stadt St. Pölten finden Sie unter www.st-poelten.at/coronaupdate