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Grüner Daumen im August

Der August zählt zu den heißen Sommermonaten. Das wärmer werdende Klima macht nicht nur uns Menschen, sondern auch der Pflanzenwelt zu schaffen. Umso wichtiger ist es „richtig“ zu bewässern - so der nachfolgende Tipp von Gärtnermeister Daniel Brandtner.
Rasenspränger auf Wiese. (Foto: Daniel Brandtner).
Richtig bewässern ist wichtig. (Foto: Daniel Brandtner).

In den Gärten sieht man immer wieder Rasensprenger, welche in der Mittagshitze beregnen. Das ist nicht nur sinnlos, sondern auch eine Wasserverschwendung, da der Großteil sofort wieder verdunstet und das Erdreich nicht ausreichend durchfeuchtet wird. Am besten zum Bewässern eignen sich die frühen Morgen- und späten Abendstunden. Morgens ist jedoch vorzuziehen da abends der Rasen die Nacht über feucht bleibt, dies lockt Nacktschnecken an und erhöht die Gefahr von Rasenpilzen. Je nach Temperatur ist es ratsamer ein bis zweimal die Woche kräftig/durchdringend zu bewässern, als täglich nur kurz. Dies hat die Folge, dass nur die oberen Zentimeter durchfeuchteten werden, Wurzeln verlagern sich an die Oberfläche und sind somit noch anfälliger auf Trockenheit.

Regenmengen messen und Rasen nicht zu kurz mähen
Wenn es regnet, bedeutet das noch nicht, dass genügend Wasser in das Erdreicht gedrungen ist. Auch plötzliche Starkregen können vom Boden nicht so schnell aufgenommen werden da die Wassermassen ablaufen. Um festzustellen wie viel es geregnet hat eignet sich ein im Garten angebrachter (freistehender) Regenmessbecher. Niederschlag wird in mm gemessen. 1mm Regen = 1Liter Wasser/m².
In heißen Monaten sollte der Rasen nicht zu kurz gemäht werden, damit Grashalme die Wurzeln wie den Boden abdecken, um eine Austrocknung einzudämmen. Bei Beeten und Sträuchern eignen sich dafür auch Rindenmulch oder Dekor. Frisch gepflanzte Bäume und Sträucher brauchen sehr viel Wasser. Grundsätzlich ist daher die Pflanzung im Frühjahr oder Herbst anzuraten um ihnen das Einwurzeln zu erleichtern.