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Bevölkerungsschutz-Tipp: Hunger? Durst?

Hunger und Durst sind Begleiterscheinungen aller krisenhaften Ereignisse. Egal ob ein flächendeckendes Blackout, ein Unfall in einem grenznahen Atomkraftwerk, oder ähnliches. Peter Puchner - Sicherheitsbeauftragter der Stadt St. Pölten gibt in seinen Kolumnen wertvolle Tipps.

Peter Puchner, Sicherheitsbeauftrager der Stadt St. Pölten bei Tisch mit Speisen
Peter Puchner, Sicherheitsbeauftragter der Stadt St. Pölten betreut die Kolumne Bevölkerungsschutz.

Österreich ist eines der sichersten Länder der Welt – gerade deswegen ist die Eigenvorsorge der Bevölkerung extrem schwach. Je höher eine Gesellschaft entwickelt ist, desto anfälliger ist sie bei infrastrukturellen Ausfällen. Vorratshaltung wird als unnötig erachtet – man bekommt ohnedies alles und täglich im Supermarkt.
Was ist, wenn, nur als Krisenbeispiel, in Europa flächendeckend für einige Wochen der Strom ausfällt (dazu folgt ein eigener Artikel in einer der nächsten St. Pölten Konkret Ausgaben)?
Die meisten Hilfsorganisationen sind in solch einem Anlassfall selbst betroffen und brauchen Zeit um aktiv werden zu können. Eine Stadt mit rund 60.000 Einwohner mit Getränken, Speisen, Hygieneartikel versorgen zu können übersteigt jedenfalls die Möglichkeiten einer Stadtverwaltung, auch vor dem Hintergrund, dass möglicherweise von außen keine Hilfe zu erwarten ist.
Stellen Sie sich vor, Sie haben keinerlei Vorräte zu Hause und es kommt auch niemand und hilft, die Supermärkte sind geschlossen.
Wie lange könne Sie für sich, ihre Kinder, Haustiere und Mitbewohner sorgen? Was ist grundsätzlich für Eigenhilfe erforderlich?

Bei der Bevorratung gibt es 2 Möglichkeiten

Entweder man braucht die eingelagerten Lebensmittel regelmäßig auf und kauft dementsprechend regelmäßig nach oder man legt sich einen speziellen Katastrophenschutzvorrat an. Dieser sollte kühl, trocken und vor Ungeziefer geschützt verstaut und im Idealfall jährlich überprüft werden. Empfohlen wird der erste Samstag im Oktober, an diesem Tag findet der Zivilschutzprobealarm des Bundesministeriums für Inneres statt. Das Wichtigste bei der Bevorratung ist natürlich die Wasser- allen voran Trinkwasserversorgung. Sieben 1,5 Liter Trinkwasserflaschen pro Person und Haushalt sollten immer eingelagert sein. Die Lebensmittel können ganz nach Geschmack und Kochmöglichkeiten zusammengestellt werden, wobei natürlich auf Ausgewogenheit sowie Kalorien- und Vitaminreichtum zu achten ist.
Für echte Bevorratungsprofis gibt es sogenannte Notnahrungsmittel, wie BP-5 oder NRG-5 Riegel. Solche Produkte sind lange haltbar, haben einen hohen Nährwert und brauchen wenig Platz. Mit diesen Riegeln lässt sich der tägliche Nahrungsbedarf zu 100 Prozent abdecken. BP-5 und NRG-5 werden u.a. während Hungersnöten, Forschungsexpeditionen oder von Sportlern und Armeeangehörigen verwendet.
Fortsetzung folgt….