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Energiesparmeister: Kochen mit Restwärme

Die selbst genähten Kochblumen liegen auf einen Tisch. Foto: Ingrid Rupp
Ingrid Rupp hat sich von vielzähligen Büchern inspirieren lassen. Foto: Ingrid Rupp

Ingrid Rupp hat mit Geschick eine sogenannte Kochblume angefertigt und nutzt seither die Restwärme zum Kochen: "Durch einen Zufall stieß ich vor Jahren auf einen Artikel von Sarah Collins, die beklagte, dass das Kochen bei ständigen Stromausfällen in manchen Teilen Afrikas sehr mühsam ist. Immer, wenn der Strom ausfiel, musste sie rasch alle Kochtöpfe in einer Ecke ihres Hauses zusammenstellen und mit möglichst vielen Decken zudecken, um ein Weitergaren zu ermöglichen. Das Sammeln von Holz war nicht immer leicht, führte oft zu Übergriffen auf Frauen und so überlegte sie sich eine effizientere Möglichkeit und entwickelte waschbare, tragbare „Isolierbeutel“, die sie Wonderbags nannte und mittlerweile weltweit vermarktet.
Es gibt überdies unzählige Schnittmuster, so dass geschickte Hände in der Lage sind, eigene Modelle nach vorhandenen Kochtöpfen zu nähen."

"Ich habe mir vor vielen Jahren anhand der Anleitungen im Internet zwei solcher Stoffisolierbeutel für verschieden große Kochtöpfe genäht, nenne sie wegen ihrer lustigen Form „Kochblumen“ und habe sie seither laufend im Einsatz.
Sie können nicht nur „kochen“; sie können auch „kühlen“, sind transportfähig und daraus entstanden weitere Einsatzmöglichkeiten und neue Modelle. Da ich Milch mit dem Fahrrad beim Direkterzeuger rund um die Uhr aus einem Milchautomaten holen kann, gebe ich die 1,5 l Bügelgläser dafür in eigens angefertigte Isolierbeutel, die im Fahrradkorb auch bei größter Hitze im Sommer über längere Zeit transportiert werden können. Auch im Freundeskreis haben sich unsere bunten Kochblumen bestens bewährt und wer einmal butterweichen Ochsenschlepp daraus genossen hat, möchte sie nicht mehr missen", fügt Ingrid Rupp weiter an.