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Karate WM-Titel im Visier der Nachwuchssensation

Rund 100 AthletInnen kämpfen für den St. Pöltner Klub UKC Zen Tai Ryu HAK. Sportliche Aushängeschilder sind Kristin Wieninger und die Celo-Sisters.

Karathe-Sportlerinnen posieren vor dem Sportbus der Stadt St. Pölten
v.l.n.r.: Bundestrainerin Marianne Kellner, Funda, Isra und Sima Celo, Verena Köfinger, Kristin Wieninger und Betreuerin Filis Celo (Foto: Erhard Kellner)

Nicht weniger als sechs Medaillen holten die Athletinnen des UKC Zen Tai Ryu HAK St. Pölten bei den vergangenen vier Jugend-Weltmeisterschaften. Von der letzten WM in Chile brachten die Neulengbacher Schwestern Funda (U18) und Isra Celo (U16) jeweils Bronze mit nach Hause. Umso ärgerlicher ist es für Trainer Erhard Kellner, dass die beiden im Februar ohne Edelmetall von der EM aus Budapest heimkehrten. „Weil sie dort unterbewertet wurden, und das ist noch untertrieben“, schäumt Kellner.

„Mir ist wichtig, dass ich meine bisher beste Leistung gezeigt habe. Das ist für meine sportliche Zukunft wichtiger ... Ich möchte einmal Weltmeisterin der allgemeinen Klasse werden.“ Funda, diesmal im U21-Bewerb Fünfte, sieht es pragmatisch

Kellner weiß: „Das Zeug dazu hat sie und sie hat ja auch noch Zeit. Viele erreichen in diesem Sport erst mit 35 Jahren oder sogar noch später ihren Zenit.“

Die Celos sind karateverrückt

Karate bestimmt überhaupt das Leben der aus Mazedonien stammenden Familie Celo. Schon die Großeltern und Eltern der insgesamt vier aktiven Schwestern (Funda, Isra, Sima und Hilal) standen auf der Matte. Vater Ferdin war im Kickboxen erfolgreich und hat seinen Töchtern im Garten eine 11x11 Meter große Trainingshalle gebaut.

„Die begeisterte Familie, die Förderung durch die Schule - Funda und Isra gehen in die Handelsschule für Leistungssport - ist ideal. Dazu unterstützen uns noch das Land und die Stadt bei den zahlreichen Reisen zu den Turnieren“, freut sich Kellner und merkt gleich an, „aber wir haben mit Kristin Wieninger noch ein ganz großes Kaliber in unseren Reihen.“ Die ehemalige Sportgymnasiastin ist mittlerweile Heeressportlerin, Funda Celo wird künftig die Polizeisportschule besuchen. „Die beiden schaukeln sich beim gemeinsamen Training gegenseitig hoch“, bestätigt Kellner.

Freilich darf bei den großen internationalen Turnieren nur eine von ihnen Österreich vertreten. Im Karate ist es ja nicht so wie beispielsweise beim Skifahren, dass da nur Athleten aus einigen wenigen Ländern antreten, sondern dort kommen zu den Großveranstaltungen teilweise Sportler aus über 100 Ländern.

St. Pölten als Hochburg

Vor Ort betreut in erster Linie Bundestrainerin Marianne Kellner die Celo-Schwestern bzw. Wieninger. Beim UKC kümmert sich neben dem Ehepaar Kellner auch noch Michael Kompek, nebst weiteren Übungsleitern, um die insgesamt rund 100 aktiven Karatekas. Beim „Hayashi“-Klub sind es noch einmal rund 50 Athleten. St. Pölten ist also eine Karate-Hochburg.