Wettlesen im Egon

Den niedrigst dotierten Literaturpreis, den einzigartigen Ingeborg-Flachmann-Preis, gewann heuer der Burgenländer Christoph Zahlingen.
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Organisatorin Marlies Eder mit Egon-Gastgeber Hennes Beitl, den Juroren und den lesefreudigen Teilnehmern.

Leicht hatten es die Jurorinnen nicht, bei der zweiten Auflage der St. Pöltner Literatur-Lesung im Egon-Hof - einige der vortragenden Sprachkünstler hätten sich die "Ingeborg" verdient. Denn alle Autoren lasen sich temperamentvoll und engagiert durch ihre durchwegs spannenden und wortgewaltigen Texte. Organisatorin Marlies Eder hatte aus zahlreichen Einsendungen aus ganz Österreich elf Sprachkünstler für den Ingeborg-Flachmann-Wettbewerb ausgewählt. Den Publikumspreis und damit das hübsch verzierte Schmalztöpfchen holte sich der Linzer Sevi Agostini mit seiner absurd-komischen Beschreibung einer Familienfeier. Die Jury entschied sich für die hintergründige Parabel "Schreckinsbergen" des Burgenländers Christoph Zahlingen, "weil diese in klarer, schöner Sprache den Zustand unserer Gesellschaft beschreibt".