Kinderspielstadt 2019: Ganz im Zeichen des Handwerks

Bereits zum 6. Mal gaben Profis bei der Kinderspielstadt in St. Pölten Kindern einen Einblick in ihren Arbeitsalltag. 1.500 Kinder und ihre Familien lockte das österreichweit einzigartige Event in diesem Jahr an.

Foto: Marietheres van Veen © Foto: Marietheres van Veen

In der Stadt, eine Stadt für Kinder

Das Konzept der Kinderspielstadt lautet, eine Stadt für Kinder in der Stadt zu errichten. Die Kinder können in dieser Stadt, die vorübergehend am Dom-Gelände in St. Pölten entsteht, arbeiten, um Holzgeld zu verdienen oder etwas konsumieren und dabei Holzgeld ausgeben. Innerhalb der Kinderspielstadt gelten Holztaler als Währung.

„Die Besonderheit in St. Pölten ist, dass nicht Berufe vorgeführt werden, sondern Profis den Kindern zeigen, wie in ihrem Handwerk gearbeitet wird. Darüber hinaus gelingt es uns durch diese Begeisterung von Firmenseite her, die Veranstaltung für Familien vollkommen kostenfrei zu halten“, erklärt Matthias Weiländer, von der Marketing St. Pölten GmbH, die für den rechtlichen Rahmen der Veranstaltung sorgt.

Vielfältiges Angebot

Der sonnige Samstagnachmittag verging wie im Flug. 30 Stationen luden die Kinder zum Ausprobieren und Werken ein, zu sportlichen Aktivitäten oder zur Ruhe beim Massieren oder am orientalischen Naschplatz. Ein Akkordeonspieler lud alle Gäste zum krönenden Abschluss rund um den Brunnen ein, wo die Musikschule St. Pölten die Europahymne anstimmte. Der Blumenteppich, welcher im St. Pöltner Dom von Kindern gelegt wurde, erinnert noch längere Zeit an diese einzigartige Veranstaltung.

Möglich gemacht wird die Kinderspielstadt durch die Kooperation der Marketing St. Pölten GmbH, der Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie, der Dompfarre St. Pölten, dem Katholischen Familienverband, dem NÖ Familienbund und vielen Partnerorganisationen.

„Vom Maurer und Installateur über den Elektriker und Tischler bis hin zum Schuster und Friseur, es war wieder unglaublich wie viele Betriebe sich bereit erklärt haben, den Kindern ihren Beruf zu erklären und sie - das ist besonders wichtig - selbst Hand anlegen zu lassen“, ist die pädagogische Leiterin der Kinderspielstadt, Anita Nussmüller begeistert. In diesem Jahr stand die Kinderspielstadt ganz im Zeichen des Handwerks. Zum Brotbacken wurde von den Bäuerinnen eine Küche aufgebaut. Die Maurer stellten ein Gerüst auf, die Müllabfuhr rückte mit Zangen an und noch vieles mehr erwartete die Kinder bei der Kinderspielstadt.

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