Live-Übertragung aus der Staatsoper

Die Wiener Staatsoper feiert ihren 150. Geburtstag und lädt ganz Österreich dazu ein. Vom 18. bis 26. Mai wird in jeder Landeshauptstadt Österreichs - also auch in St. Pölten - eine Video-Wall aufgestellt, auf der täglich von 17.30 bis 22.30 Uhr Vorführungen zu sehen sein werden. Entweder Live oder als Aufzeichnung.

Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn © Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Die Wiener Staatsoper feiert ihren 150. Geburtstag mit Live-Übertragungen in jeder Landeshauptstadt Österreichs.

Detailliertes Programm

Samstag, 18. Mai, 19.30 bis 22.15 Uhr (inkl. Pause)
Oper Live
Il barbiere di Siviglia
von Gioachino Rossini
Der junge Graf Almaviva macht Rosina, dem Mündel von Dr. Bartolo, den Hof. Dieser möchte sie aber selber heiraten und versucht, Almaviva von seinem Haus fern zu halten. In unterschiedlichsten Verkleidungen und mit Hilfe des raffinierten Barbiers Figaro gelingt es Almaviva, Rosina allen Widerständen zum Trotz zu erobern und zu guter Letzt zu heiraten.
Besetzung: u.a. Evelino Pidò (Dirigent), Juan Diego Flórez (Conte d’Almaviva), Paolo Rumetz (Bartolo), Margarita Gritskova (Rosina), Rafael Fingerlos (Figaro), Sorin Coliban (Basilio)
Regie: Günther Rennert, Ausstattung: Alfred Siercke

Sonntag, 19. Mai, 19 bis 21.30 Uhr (inkl. 2 Pausen)
Ballett Live
Le Corsaire
von Manuel Legris nach Marius Petipa; Musik von Adolphe Adam
Seit seiner Uraufführung am 23. Jänner 1856 in der Pariser Opéra zählt das Werk zu den eindrucksvollsten Handlungsballetten des 19. Jahrhunderts. Manuel Legris, der Direktor des Wiener Staatsballetts, erarbeitete eine spezielle Fassung fürs Ensemble, die 2016 im Haus am Ring zur Premiere kam, wo das Werk bis dahin noch nicht zur Gänze gezeigt wurde. Handlung, Musik, Choreographie und Ausstattung wurden behutsam zu einem neuen Gesamtbild zusammengefügt, welches sich auf die Höhepunkte des bunten Treibens rund um das Paar Conrad und Médora konzentriert.
Besetzung: u.a. Valery Ovsyanikov (Dirigent), Jakob Feyferlik (Conrad), Olga Esina (Médora), Kiyoka Hashimoto (Gulnare), Dumitru Taran (Lanquedem), Masayu Kimoto (Birbanto), Ioanna Avraam (Zulméa)
Choreographie: Manuel Legris nach Marius Petipa u.a., Bühnenbild und Kostüme: Luisa Spinatelli

Montag, 20. Mai, Beginn 19 Uhr
Opern-Aufzeichnung: 2011 (194 min)
Anna Bolena
von Gaetano Donizetti
1830 in Mailand uraufgeführt, wurde das Werk, das sich durch einen überschäumenden melodischen Reichtum und eine bezwingende musikalische Dramatik auszeichnet, innerhalb kürzester Zeit weltweit von zahllosen Bühnen übernommen. Und nicht umsonst stehen die zentralen Partien – die bei ihrem Mann in Ungnade gefallene englische Königin Anna Bolena, deren Hofdame und neue Geliebte des Königs, Giovanna Seymour, sowie Heinrich VIII. und Lord Percy – bis heute auf der Wunschliste der bedeutendsten Sängerinnen und Sänger.
Besetzung: u.a. Evelino Pidò (Dirigent), Ildebrando D’Arcangelo (Enrico VIII), Anna Netrebko (Anna Bolena), Elīna Garanča (Giovanna Seymour)
Regie: Eric Génovèse, Bühne: Jacques Gabel, Claire Sternberg, Kostüme: Luisa Spinatelli

Dienstag, 21. Mai, Beginn 19 Uhr
Opern-Aufzeichnung: 1994 (193 min)
Der Rosenkavalier
von Richard Strauss
Der Rosenkavalier. Eine Mischung aus Melancholie, Weisheit und Komödie, emotionaler Wirkungskraft und großer erzählerischer Geste. Das Menschliche und Zwischenmenschliche wurde in der kongenialen Künstlerpartnerschaft Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal in eine übermenschlich bewegende Musik und Sprache gefasst.
Besetzung: u.a. Carlos Kleiber (Dirigent), Felicity Lott (Die Feldmarschallin), Kurt Moll (Baron Ochs auf Lerchenau), Anne Sofie von Otter (Octavian), Barbara Bonney (Sophie)
Regie: Otto Schenk, Bühnenbild: Rudolf Heinrich, Kostüme: Erni Kniepert

Mittwoch, 22. Mai, 19 bis 20.30 Uhr (keine Pause)
Oper Live
Dantons Tod
von Gottfried von Einem
Anlässlich des 100. Geburtstags des – wie er sich gerne selbst bezeichnete – „Componisten“ Gottfried von Einem kehrte 2018 jenes Werk zurück an das Haus am Ring, mit dem ihm 1947 bei den Salzburger Festspielen der große internationale Durchbruch gelungen war: Dantons Tod. Von Einem hatte die Büchnersche Revolutions-Tragödie kongenial für das Musiktheater neu erschaffen und gemäß dem Postulat seines Lehrers Boris Blacher das Musikalische und Theatralische so ineinander verschränkt, dass die Zuhörer die dramatischen Begebenheiten auf musikalischem Wege optimal vermittelt bekommen.
Besetzung: u.a. Michael Boder (Dirigent), Tomasz Konieczny (Georges Danton), Benjamin Bruns (Camille Desmoulins), Michael Laurenz (Hérault de Séchelles), Thomas Ebenstein (Robespierre), Olga Bezsmertna (Lucile)
Regie und Licht: Josef Ernst Köpplinger, Bühnenbild: Rainer Sinell, Kostüme: Alfred Mayerhofer

Donnerstag, 23. Mai, Beginn 19 Uhr
Ballett-Aufzeichnung: 2014 (132 min)
Schwanensee
von Rudolf Nurejew; Musik von Peter I. Tschaikowski
Am 15. Oktober 1964 blickte die Ballettwelt auf Wien: Rudolf Nurejew hatte, damals 26-jährig, für das Wiener Staatsopernballett seine Fassung von Schwanensee, dem wohl wichtigsten Werk der gesamten Ballettliteratur, erarbeitet. Die Aufführung schrieb Ballettgeschichte und erzielte mit 89 Schlussvorhängen auch einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. 2014 kehrte Nurejew Schwanensee in einer Neuinszenierung zurück ins Haus am Ring.
Besetzung: u.a. Alexander Ingram (Dirigent), Vladimir Shishov (Prinz Siegfried), Olga Esina (Odette/Odile), Eno Peci (Zauberer Rotbart)
Choreographie: Rudolf Nurejew nach Marius Petipa und Lew Iwanov, Bühnenbild und Kostüme: Luisa Spinatelli

Freitag, 24. Mai, 19 bis 22 Uhr (inkl. 2 Pausen)
Oper Live
Andrea Chénier
von Umberto Giordano
Andrea Chénier spielt zur Zeit der französischen Revolution: Erzählt wird eine Dreiecksgeschichte, die sich zwischen dem Dichter Chénier, der Adeligen Maddalena und dem Revolutionsanhänger Carlo abspielt. Giordanos Oper – sie endet mit der Hinrichtung des Liebespaares Maddalena und Chénier – verweist zwar auf eine historische Person (André Chénier), ist aber zu großen Teilen erfunden. Seit der Uraufführung 1896 an der Mailänder Scala ist das Meisterwerk Giordanos ein unverzichtbarer Teil des internationalen Opernrepertoires.
Besetzung: u.a. Marco Armiliato (Dirigent), Anna Netrebko (Maddalena di Coigny), Yusif Eyvazov (Andrea Chénier), Marco Vratogna (Carlo Gérard)
Regie: Otto Schenk, Bühne: Rolf Glittenberg, Kostüme: Milena Canonero

Samstag, 25. Mai, 17.30 bis 21.15 Uhr (inkl. 2 Pausen)
Opern-Premiere Live
Die Frau ohne Schatten
von Richard Strauss
Am Abend des 25. Mai feiert, als Höhepunkt der Feierlichkeiten, eine Neuproduktion von Richard Strauss 1919 an der Wiener Staatsoper uraufgeführten Frau ohne Schatten ihre hochkarätig besetzte Festpremiere. Besetzung: u.a. Christian Thielemann (Dirigent), Stephen Gould (Der Kaiser), Camilla Nylund (Die Kaiserin), Evelyn Herlitzius (Die Amme), Wolfgang Koch (Barak) und Nina Stemme (Sein Weib).
Regie: Vincent Huguet, Bühne: Aurélie Maestre, Kostüme: Clémence Pernoud

Sonntag, 26. Mai, 20.30 bis 22 Uhr (keine Pause)
Jubiläumskonzert vor der Oper
Live Übertragung auf ORF III und Arte
Beim frei zugänglichen Jubiläumskonzert am Karajan-Platz (Ecke Ring) vor der Oper werden Publikumslieblinge der Wiener Staatsoper, der Staatsopernchor sowie das Staatsopernorchester ihre Stimmen und Instrumente in einem rund 90-minütigen Konzert unter der Leitung von Marco Armiliato zum Klingen bringen und ein Programm quer durch die Opernliteratur darbieten. Solistinnen und Solisten wie Roberto Alagna, Benjamin Bernheim, Olga Bezsmertna, Ferruccio Furlanetto, Günther Groissböck, Tomasz Konieczny, Aleksandra Kurzak, Valentina Naforniţă, Camilla Nylund, Erwin Schrott, Nina Stemme, Sonya Yoncheva u. a. singen Arien und Duette u. a. von Verdi, Wagner, Puccini, Beethoven und Tschaikowski. Das Festkonzert wird live in ORF III und Arte übertragen.

In St. Pölten wird diese ca. 7 m² große Wall vor dem Rathaus stehen. Dort, wo im Winter im Rahmen des Ö3 Weihnachtswunders das Sendestudio von Ö3 aufgebaut war. Für OpernliebhaberInnen wartet Kulturgenuss pur: Unter anderem wird auch eine Livezuspielung mit Anna Netrebko zu sehen sein (Freitag, 24. Mai: Andrea Chénier mit Netrebko und Eyvazov). Der Besuch der Übertragungen ist selbstverständlich kostenlos. Die Verantwortlichen der Wiener Staatsoper haben es sich zum Ziel gesetzt, auch die junge Generation für die Oper zu begeistern. Daher wird den Schulen ein Jugendprogramm angeboten, das am Vor- oder Nachmittag ausgestrahlt werden kann. Diese Zuspielungen erfolgen nach Vorbestellung in der Zeit von 10 bis 15 Uhr.

Ausstrahlungen von Kinderopern gibt es am Wochenende nachmittags (vor der Abendvorstellung) bzw. unter der Woche auch vormittags. Abends gibt es Live-Übertragungen und Aufzeichnungen von Oper und Ballett.

Sa. 18. Mai: Il barbiere di Siviglia (Flórez, Gritskova) Live
So. 19. Mai: Ballett Le Corsaire Live
Mo. 20. Mai: Anna Bolena (Netrebko, Garanča) Aufzeichnung
Di. 21. Mai: Der Rosenkavalier (Kleiber) Aufzeichnung
Mi. 22. Mai: Dantons Tod (Gottfried von Einem) Live
Do. 23. Mai: Ballett Schwanensee Aufzeichnung
Fr. 24. Mai: Andrea Chénier (Netrebko, Eyvazov) Live
Sa. 25. Mai: Premiere Die Frau ohne Schatten Live
So. 26. Mai: Festkonzert am Platz Live (Kooperation mit ORF III)