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Rathausturm wird saniert und zugänglich gemacht

Hoch hinaus am „Einserhaus“: nach einer Sanierung des Rathausturmes soll dieser im Herzen der Innenstadt, am Rathausplatz 1, für die Öffentlichkeit zugänglich werden.

St. Pöltner Rathaus. (Foto: Josef Vorlaufer)
Die BesucherInnen erwartet ein einzigartiger Ausblick über die Skyline St. Pöltens und tief in das Voralpengebiet hinein. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die tragenden Holzteile des Rathausturmes sind in die Jahre gekommen und eine Sanierung ist notwendig. In der nächsten Sitzung des Gemeinderats, am 24. Februar 2020, soll die Sanierung beschlossen werden. Die einzigartige Lage und die relativ niedrige Bebauungshöhe in der Innenstadt ermöglichen vom Rathausturm einen wunderbaren Blick über die Skyline der Landeshauptstadt St. Pölten und tief in das Voralpengebiet hinein.

Bürgermeister Matthias Stadler hat entschieden, im Zuge dieser Sanierung den Rathausturm dahingehend umzugestalten, dass ein Zugang für die Öffentlichkeit möglich wird: „Der Wunsch unser Wahrzeichen für alle St. Pöltnerinnen und St. Pöltner zu öffnen, steht schon lange im Raum. Mit der Sanierung des Rathausturmes können wir diesen nun so gestalten, dass alle Bürgerinnen und Bürger einen einmaligen Ausblick über unsere Innenstadt genießen können. Aber auch über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus wird der Turm ein Publikumsmagnet werden. Besonders hervorzuheben ist, dass es in Zukunft auch möglich sein soll Trauungen im kleinen Kreis als besonderes Erlebnis am Turm abzuhalten.“

Das Projekt soll laut Bürgermeister Matthias Stadler „noch im heurigen Jahr durchgeführt werden und eine Eröffnung 2020 möglich sein“. Als besonderes Schmankerl für alle, die Interesse an der Geschichte des Rathauses und des Rathausplatzes haben, wird diese durch eine Ausstellung im Turm erfahrbar gemacht werden.

Besichtigung in Kleingruppen

Der Zugang in den Rathausturm ist über das bestehende Stiegenhaus gewährleistet, welches in den Dachboden des Rathausgebäudes mündet. Bis in den zweiten Stock reicht der Lift, die höheren Stockwerke des Turmes können aufgrund der baulichen Gegebenheiten nur zu Fuß bewältigt werden. In geführten Besichtigungstouren wird es möglich sein, etwa 15 Personen gleichzeitig die Besteigung des Rathausturmes zu ermöglichen. Der höchste Turmaufstieg für Gäste befindet sich 21 Meter über dem Rathausplatz, wo sich auch die Rathausuhr mit ihrer Mechanik befindet. Ein Aus- und Weitblick ist in alle vier Himmelsrichtungen durch die bestehenden Fensteröffnungen möglich.

Auch ein Beleuchtungskonzept für den Innenraum des Turmes ist geplant, dabei soll die Charakteristik des Turmraumes durch eine nicht zu grelle Beleuchtung gewahrt bleiben.

Bundesdenkmalamt ist eingebunden

Die Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten am Rathausturm sollen zeitnah nach dem Beschluss im Gemeinderat starten. Bei der Planung der Sanierungsmaßnahmen wurde auch das Bundesdenkmalamt eingebunden. Eine bauhistorische Untersuchung ergab, dass die Balkendecke der Plattformen aus Eiche und die Treppenwangen aus Fichte errichtet und die Hölzer um 1670 geschlägert wurden. Sämtliche Vorgaben vom Bundesdenkmalamt wurden in der Planung berücksichtigt.

Die voraussichtlichen Kosten für die Sanierung liegen bei rund 445.000 Euro.