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St. Pölten 2012 - Weiter im PLUS.

Dr. Steinwender (Egger), Rechberger (ÖBB), DI Schwarzl (Geberit) Huber (Hauptstadtwein), DI Rameis (Stadtbaudirektor), Bgm. Mag. Stadler, Schwarz (ecopoint), Dr. Schultes (NV-Versicherung)  und Stölner (Stölner Gruppe) Dr. Steinwender (Egger), Rechberger (ÖBB), DI Schwarzl (Geberit) Huber (Hauptstadtwein), DI Rameis (Stadtbaudirektor), Bgm. Mag. Stadler, Schwarz (ecopoint), Dr. Schultes (NV-Versicherung) und Stölner (Stölner Gruppe)
Eine positive Bilanz gibt einen optimistischen Ausblick auf 2012
„ecopoint“, die Wirtschaftsservicestelle der Stadt St. Pölten, und bedeutsame Vertreter von namhaften Unternehmen ziehen anlässlich des Wirtschaftsneujahrsempfanges im Rathaus eine positive Bilanz und geben einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2012.

„St. Pölten kann mit Zuversicht in die Zukunft blicken“, meint Bürgermeister Mag. Matthias Stadler anlässlich des traditionellen Wirtschaftsneujahrsempfanges im Rathaus. Der Vergleich der wichtigsten Wirtschaftsdaten der Stadt St. Pölten mit anderen Standorten stimmt optimistisch. So sind die Einnahmen aus der Kommunalsteuer im Jahr 2011 abermals um 4,8% gestiegen und es gibt erfreuliche Zuwächse bei der Zahl der Betriebe, der Betriebsstätten und der Gewerbeberechtigungen.
„Es ist die Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines Standortes vorzugeben. Das passiert mit der Vorgabe und der Umsetzung des Masterplans und des Visionsprozesses 2020“, hält Stadler fest und verweist auf eine erfolgreiche Strategie: „Wir fahren bei den Stadtfinanzen eine klaren Sparkurs und gleichzeitig investieren wir dort, wo Wachstum und Beschäftigung am effizientesten gefördert werden können.“ Durch die kluge Balance zwischen Sparen und Investieren kann der Standort St. Pölten auf ein vierfaches PLUS verweisen:

  • Das Gut-Leben-PLUS
  • Das InnovationsPLUS
  • Das LogistikPLUS
  • Das DynamikPLUS



Das St. Pöltner Stadtoberhaupt betont: „Mit diesem Vierfach-PLUS sind wir gut aufgestellt und bieten der Wirtschaft eine solide Basis für eine prosperierende Entwicklung!“

Das Gut-Leben-PLUS

St. Pölten gewinnt in allen Bereichen an Lebensqualität. Das Angebot an Kultur (von großen Festivals bis hin zu Kleinkunst), an Freizeitaktivitäten (Sport, Natur pur in den Naherholungsgebieten) bis hin zum qualitätsvollen Wohnen steigt ständig.

Die St. Pöltner Innenstadt hat durch umgesetzte bzw. in Bau befindliche Projekte deutlich an Attraktivität gewonnen. Die Erweiterung der Fußgängerzone und ihre Neugestaltung im Bereich der Kremser Gasse, der Klostergasse, der Brunngasse und der Franziskanergasse haben sich bewährt. Das Ziel zur Neugestaltung des Domplatzes wird mit der Fortsetzung der Ausgabungen konsequent weiter verfolgt und durch den Bau der Park & Ride-Anlage am Bahnhof mit 200 Stellplätzen für die City wird zusätzlicher Parkraum geschaffen. Das wirkt sich zunächst auf die Frequenzzählung in der Fußgängerzone aus, die im vergangenen Herbst ein sattes Plus von 14 % brachte.
Damit geht ein wahrer Investitionsboom für die Innenstadt einher: Es wird in Wohnungen und Geschäftslokale investiert. „Für die Investoren ist die Innenstadt interessant. Es gibt noch genügend Betätigungsmöglichkeiten und das Geld ist gut angelegt“, erklärt das St. Pöltner Stadtoberhaupt.

Die Stadt fördert das Wohnen in der Innenstadt: Seit 2008 wurden insgesamt 12 Projekte und 73 Wohneinheiten mit einer Wohnnutzfläche von fast 4.000 m2 von der Stadt mit einer Fördersumme von rund 425.000 Euro unterstützt. Alleine im Jahr 2011 wurden 106.446 Euro ausgeschüttet.

Herausragender und potenter Partner für die Innenstadtentwicklung ist z.B. die Niederösterreichische Versicherung, die mit dem NV Center der Innenstadt einen Turbo verschafft. Aber auch St. Pöltner Geschäftsleute investieren in der Innenstadt, wie etwa Ernst Stölner, der sich auf die Sanierung von Innenstadthäusern (derzeit am Rathausplatz 16) spezialisiert hat.

Es gibt zudem auch einen Plan zur Revitalisierung der Linzer Straße. Mit der Umsetzung des Geschäfts- und Bürozentrums LTEins am Linz Tor fällt der Startschuss, private Hausbesitzer in der Linzer Straße ziehen mit und investieren. Mit der Entwicklung des „Wallner Areals“ und der zukunftsorientierten Verwertung des ehemaligen „Wesely-Hauses“ in der Heßstraße soll die Belebung der Linzer Straße und der gesamten Innenstadt vorangetrieben werden.

Zum Gut-Leben-PLUS zählt selbstverständlich auch die Gesundheit. Mit dem Ausbau des Landesklinikums und der Etablierung einer aktiven Gesundheitsvorsorge (z.B. Ärztezentrum, Fachhochschule) kommt die Stadt dem Ziel „Fittest City of Austria“ zu werden Schritt für Schritt näher.

St. Pölten forciert das Wohnen. Neben den Baurechtsaktionen für Familien wurden allein im Jahr 2011 über 45.000 m² städtischer Grundstücke an private Häuslbauer verkauft – das sind Bauparzellen für 24 Einfamilienhäuser.

Das InnovationsPLUS

Eine der wichtigsten Grundlagen für den Erfolg ist die Innovation. Innovation passiert dort wo sich Bildung und Wirtschaft treffen: In St. Pölten.

Die Landeshauptstadt hat sich zum „kreativen“ Mittelpunkt entwickelt. Nicht weniger als 1.000 der insgesamt 2.500 Studierenden an der Fachhochschule St. Pölten und der New Design University werden im Bereich der Kreativwirtschaft ausgebildet.

Das wirkt anziehend und deshalb wurde mit Unterstützung der Wirtschaftsservicestelle „ecopoint“ die „Initiative Bildung und Wirtschaft – St. Pölten 2020“ ins Leben gerufen. UnternehmerInnen und die VertreterInnen der Bildungseinrichtungen führen Gespräche zur engeren Vernetzung von Bildung und Wirtschaft, bauen Kooperationen auf (z.B. Zusammenarbeit der Firma Gourmet mit der Tourismusschule), bündeln Kräfte, planen und setzen gemeinsame Projekte und Aktivitäten (z.B. den Bildungsmarktplatz) um.

Immerhin 60.000 (Aus-)Bildungsplätze bietet die Stadt mit allen Schulen, Hochschulen, Lehrstätten und Lehrwerkstätten sowie der Volkshochschule und dem WIFI an.

Die Lehrlingsausbildung kommt in St. Pölten nicht zu kurz: Die neuen ÖBB-Lehrberuf, die Gleisbauschule und viele Ausbildungsplätze in den innovativen Betrieben geben jungen Menschen gute Berufschancen.
Die top-ausgebildeten Fachkräfte der jeweiligen Branchen treffen auf ein nicht minder ansprechendes Angebot an innovativen Dienstgebern – von Egger (mit dem neuen Tech-Center), bis hin zum modernen Landesklinikum oder State-of-the-Art-Tourismus-Einrichtungen, wie dem neuen Cityhotel.

In den größten Bildungsstandort Niederösterreichs wird kräftig investiert: Alle sechs höheren Schulen der Stadt werden ausgebaut bzw. saniert. Derzeit in Bau: das Bundesoberstufen-realgymnasium für Leistungssport (BORGL) sowie HAK und HTL und auch für das Gymnasium liegen die Pläne bereits vor. Für die Bildungsanstalt für Kindergarten- und Sozialpädagogik (BAKIP/BASOP) stehen ebenfalls zusätzliche Mittel in Aussicht.

Innovativ ist auch der Tourismus in der Landeshauptstadt mit den Beherbergungsbetrieben. 150.000 Nächtigungen 2011 bedeuten ein Plus von fast 8 % bei den Ankünften und 4% bei den Nächtigungen gegenüber 2010. Die Zahl der Nächtigungen stieg z.B. im vergangenen November um 26% und im Dezember um 21% im Vergleich zu 2010. Das stimmt für das Jahr 2012 optimistisch.

Das LogistikPLUS

Aufgrund seiner günstigen Lage und der guten Verkehrs-Infrastruktur punktet St. Pölten bei Unternehmen mit großem logistischen Bedarf. Der Ausbau des Bahnhofes, der Bau der Hochleistungsstrecke (ab Dezember 2012 beträgt die Fahrzeit nach Wien nur mehr rund 22 Minuten) und der Bau der Güterzugumfahrung sowie die Umsetzung wichtiger Straßenbauprojekte (S 34) und die direkte Anbindung an das überregionale Straßennetz sind dafür wichtige Voraussetzungen.

Leiner Zentrallager, Spar mit dem Tann-Werk, die Firma Gourmet oder die Weichenwerke Wörth, Egger Holz- und Getränkeindustrie, Geberit, Sunpor, Voith etc. sind Vorzeigeunternehmen, die mithelfen das LogistikPLUS auszubauen.

Der Logistik-Bedarf wird sich durch die Eröffnung des neuen XXXLutz am Europlatz weiter erhöhen und im Bereich der Betriebsbaugebiete ist noch ausreichen Platz für Logistikfirmen.

Das DynamikPLUS

Das DynamikPLUS bringt St. Pölten mehr Einwohner mehr Investitionen und mehr Arbeitsplätze.

St. Pölten zählt mittlerweile fast 57.000 Einwohner (52.142 Hauptwohnsitze und 4.554 Nebenwohnsitze). Das sind 4.500 mehr, als zur Hauptstadterhebung im Jahr 1986. Die Einwohnerzahl steht in Relation zu rund 43.000 Arbeitsplätzen in der Landeshauptstadt.

Die steigende Zahl der Arbeitsplätze resultiert aus dem Wachstum des Wirtschaftsstandortes St. Pölten. Derzeit werden über 1,5 Milliarden Euro in St. Pölten investiert. Sunpor, Kössler, Geberit oder Egger können beispielhaft für jene wichtigen Arbeitgeber genannt werden, die kontinuierliche am Standort erweitern.

„Es gibt für die Wirtschaft viele gute Gründe, um in St. Pölten zu investieren“, hält der St. Pöltner Bürgermeister fest und meint dies wörtlich: 210 ha Betriebsfläche sind derzeit verfügbar. Keine andere Landeshauptstadt kann auf eine ähnlich große, bereits gewidmete, Fläche für Betriebsansiedelungen vorweisen. Das Betriebsbaugebiet NÖ Central etwa gibt mit 150 ha der Wirtschaft nicht nur genügend Raum sondern bietet auch beste Infrastruktur. Eine Brücke über die B 20 verbindet die Betriebsbaugebiete NÖ Central und östlich der Bundesstraße. Zudem ist die Verwertung des Areals der ehemaligen Kopal-Kaserne durch den neuen Inhaber mag.arch. Julius Eberhart eine zukunftsträchtige Option.

Aber auch die Aktion Baurecht im Gewerbe trägt Früchte: Im Gewerbegebiet der Salcherstraße und Dürauergasse, in dem Grundstücksflächen in Form von Baurecht abgegeben werden, wurden bis zuletzt rund 400 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert.
Die gesamt vergebene Baurechts-Grundstücksfläche beträgt 47.792 m², das Investitionsvolumen insgesamt 13.130.000 Euro.

St. Pölten ist die einzige Landeshauptstadt Österreichs, die über ihre Wirtschaftsservicestelle „ecopoint“ jährlich eine Wirtschaftsreise ins Ausland unternimmt. Dabei wird das vierfache StandortPLUS der Stadt entsprechend vermarktet und die Wirtschaftstreibenden werden tatkräftig beim Knüpfen neuer Kontakte unterstützt.

Anhang: Zahlen‚ Daten & Fakten

Beeindruckend ist die Gesamtzahl der Betriebe in St. Pölten: Betrug diese im Jahr 2008 insgesamt 3.027 so steigerte sich die Anzahl bis Ende 2011 auf den Spitzenwert von 3.405 aktive Betriebe in der Stadt. Seit 2000 ist diese Zahl sogar um fast ein Viertel (22,7 %) gestiegen.

Positiv ist auch die Bilanz bei den Betriebsstätten: Die Steigerung um 13 neue Betriebsstätten ergibt sich aus 70 gelöschten 83 neu begründeten im Jahr 2011.

Beachtliche Bewegungen gab es 2011 wieder bei den Gewerbeberechtigungen: Der Saldo aus den erteilten (471) und den gelöschten (333) Gewerbeberechtigungen ergibt ein Plus von 138. Damit konnten die 130 neuen Gewerbeberechtigungen aus dem Jahr 2010 übertroffen werden

Derzeit liegen 680,28 ha gewidmete Betriebsflächen im Stadtgebiet. Davon sind 469,43 ha bebaut. Die bebaute Betriebsfläche hat 2011 um 10,34 ha (=2,25 %) zugenommen. Momentan sind in St. Pölten 210,85 ha Betriebsflächen frei.

Ein Gradmesser für die Dynamik und Kraft eines Wirtschaftstandortes ist die Kommunalsteuer. 2011 konnte wieder eine beträchtliche Steigerung um nicht weniger als 4,8% verzeichnet werden. Diese wichtige Einnahme für die Kommune kletterte von 21.719.336 Euro im Jahr 2007 auf eine Höhe von 24.240.475 Euro im Jahr 2011. Selbst die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten hatten auf den Wirtschaftsstandort St. Pölten, zumindest vorerst, keine Auswirkungen. Angesichts der Grundstücksreserven, der aktiven Wirtschaftspolitik und der geplanten Projekte ist im Jahr 2012 nach derzeitiger Einschätzung kein Einbruch bei der positiven Entwicklung der Kommunalsteuer zu erwarten.
Abgenommen durch:
Die Redaktion
Stand: 26.01.2012